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Ignaz Lindl in Baindlkirch

Ignaz Lindl
Ignaz Lindl

aber zurück zu Ignaz Lindl, der über eine Aus-wanderung nach Russ-land nachzudenken be-gann, denn auch für ihn schienen die Zeichen der Zeit, auf ein Näherrücken endzeitlicher Ereignisse hinzuweisen.

Diese Überlegungen blie-ben nicht ohne Einfluss auf sein pfarramtliches Wirken.

In Baindlkirch und Umgebung entstand, von staatlichen und kirchlichen Stellen arg-wöhnisch beobachtet, unter der Landbevölkerung eine religiöse Bewegung, die sich schnell ausbreitete. Sonntags strömten angeblich bis zu mehreren tausend Menschen zu Lindls Predigten, in denen er, in Anbetracht der zu erwartenden Ereignisse, auf Bekehrung und Heiligung drängte.

Menschenauflauf
Menschenauflauf
St. Martinskirche in Baindlkirch
St. Martinskirche in Baindlkirch

Die entstandene Un-ruhe zog aber Ge-gner an.

Aufgrund seines Ein-tretens für die All-gäuer Erweckungsbe-wegung wurde ihm vorgeworfen, eine mystische Sekte gegründet zu haben. Gegen Lindl wurde eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet und mit der Begründung der "Gefährdung des kirchlichen Friedens", wurde ihm im August 1817 die Pfarrei in Baindlkirch entzogen.

Nachdem Lindl neun Monate in Augsburg festgehalten worden war, wurde er auf eine Pfarrei in Gundremmingen, nahe an der württem-bergischen Grenze, versetzt.

 

 

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