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Stenka Rasins Raubzüge im Kaspischen Meer (1667-69)

 

bald verbreitete sich der Glaube, Stenka Rasin sei ein Zauberer und keine menschliche Gewalt könne ihn besiegen.

Čajka
Čajka

In kurzer Zeit hatte er 35 Boote, Čajka genannt, und über 1.500 Mann unter seinem Befehl. Mit diesen zog er nun an der Stadt Astrachan vorbei ins Kaspische Meer, wo er und seine Gefolgschaft bis 1669 als Piraten am Werk waren. Die osmanischen und persischen Ufer wurden geplündert und verheert; neue Räuberbanden, die sich auf der Wolga gebildet hatten, vereinigten sich mit Rasin und vermehrten seine Macht.

Raubzug Rasins
Raubzug Rasins im Kaspischen Meer

 

Stenka Rasin mit seiner Mannschaft
Stenka Rasin mit seiner Gefolgschaft

Er verwüstete die persische Küste von Derbent bis Baku und hinterließ nur rauchende Ruinen.

Als er Rasht erreichte bot er dem Schah seine Dienste an und dachte an eine eventuelle dauerhafte Besiedlung.

Während der Verhandlungen erhoben sich aber die Einwohner von Rasht gegen Stenka und töteten 400 seiner Anhänger.

Als Reaktion rächte sich Stenka auf schreckliche und heimtückische Art und Weise an der wohlhabenden Stadt Farahabad am Fluss Tajan. 5 Tage lang verhandelten die Kosaken friedlich mit den Bewohnern. Am 6. Tag aber brachte Stenka seine Mütze in Ordnung. Das war das verabredete Signal. Die Kosaken stürzten sich auf die wehrlosen und ahnungslosen Einwohner, massakrierten die Hälfte von ihnen und tauschten die Überlebenden mit den persischen Behörden in Höhe von 1 zu 4: 1 Muslim gegen 4 christliche Gefangene. 

Stepan Rasin
Stepan Rasin nach einem Raubzug

 

Rasin verbrachte den Winter in Farahabad und im Frühjahr 1669 richtete der Kosakenhetman sein Hauptquartier auf der Schweineinsel (Swinoiinsel) im Baku-Archipel ein, von wo aus er bequem das Festland überfallen konnte.

Sulaiman I.
Sulaiman I.

Indessen hatte der Schah von Persien, Sulaiman I., Anstalten treffen lassen, eine ansehnliche Flotte auszurüsten, mit der den Verheerungen der Kosaken ein Ende gesetzt werden sollte. Als jedoch im Juli 1669 diese aus 70 Booten bestehende persische Flotte mit 4.000 Mann Besatzung Stenka Rasin angriff, wurden sie geschlagen und die Perser entkamen mit nur drei Booten.

Unter den Gefangenen befand sich der Sohn und die Tochter des Schahs Sulaiman I. , die ihr Leben rettete, indem sie die Geliebte des siegreichen Kosaken Stenka Rasin wurde.

Dieser Sieg hatte den entscheidensten Einfluss auf die Macht und das Ansehen Rasins. Stenka war nun ein Machthaber, dem kein Monarch ablehnen durfte mit ihm zu verhandeln. Sein Ruhm erscholl unter allen Kosaken und im ganzen Reich. Volkslieder, die noch gegenwärtig gesungen werden, verherrlichten dieses Ereignis.

 

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