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Die Blütezeit der

Allgäuer Erweckungsbewegung

Hochstift Augsburg
Hochstift Augsburg

das Jahr 1802/1803 brachte für das Gebiet des heutigen Bayerns eine einschnei-dende staatspolitische Verän-derung. Unter anderem wurden die kirchlichen Güter säkularisiert.

Da die Vertreter und Anhänger der frühen Allgäuer Erweckungs-bewegung zumeist im Fürstbistum Augsburg und im Fürststift Kempten wohnten, bedeutete dies für sie eine völlig neue Situation.

 

Maximilian Graf von Montgelas
Maximilian
Graf von Montgelas

Der aufgeklärte Minister Maximilian Graf von Montgelas gewährte der Allgäuer Erweckungsbewegung von Anfang an Toleranz, obwohl er religiös keinerlei Gefühl für deren Anliegen gehabt haben dürfte.

Damit wollte er eigentlich nur beweisen, dass der neue bayerische Staat willens war, jede Form religiöser Intoleranz abzulehnen, alle klerikalen Einflüsse zurückzudrängen und die Macht der kirchlichen Hierarchie zu brechen.

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Ignaz Lindl
Ignaz Lindl

Infolge dieser günstigen Rahmen-bedingungen konnte sich die Allgäuer Erweckungsbewegung nun fast eineinhalb Jahrzehnte sowohl unter den Klerikern als auch unter Laien weiter ausbreiten und verfestigen. Unter den katholischen Geistlichen erlangten vor allem der Pfarrer Johannes Evangelista Goßner (*14. Dezember 1773 in Hausen bei Günzburg in Bayern; †20. März 1858 in Berlin) und der Priester Ignaz Lindl (*3. Oktober 1774 in Baindlkirch; †23. Juni 1846 in Barmen) weit über Süddeutschland hinaus Bedeutung.

 

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